Niemals werde ich verstehen können, was du mit meinem Herzen angestellt hast. Ich habe versucht zu akzeptieren, nach dem Sinn zu suchen. Warum gerade du es geschafft hast, alles von diesem schwerwiegenden Ding mitzunehmen. Und für dich zu behalten, was ich doch so zu beschützen versuchte. Niemals hätte ich es für möglich gehalten, dass Liebe solch´eine Stärke besitzt. Dinge zu zerstören, dass es so unbeschreiblich weh tut, dass man das Gefühl hat, überfahren worden zu sein. Dass das Beine aus dem Bett schwingen jeden Morgen zur größten Aufgabe wird. Man liegen bleiben möchte, weil der Schmerz einen zurück auf die harte Matratze geworfen hat. Wenn Weinkrämpfe dich täglich besuchen, um dir zu zeigen, dass deine Seele, dein Unterbewusstsein, dein Herz, immer noch nicht damit abgeschlossen haben und es weh tut, so dolle weh tut... Wenn eine Melodie und der Duft des Parfüms Erinnerungen weckt, von denen man dachte, sie längst vergessen zu haben. Dann sticht und pocht es noch mehr im Herzen, so schmerzlich, dass man es sich am liebsten transplantieren möchte, weil es so fremdlich erscheint. Und leer. Es ist nicht mehr gefüllt mit Schmetterlingen, Erdbeerzuckerwatte, Wolkenduft, rosanen Herzen, und dem Gefühl der Glückseligkeit. Es ist einfach alles weg. Rausgefallen. Geklaut oder kaputt gemacht. Und dann bist du irgendwie Mario, in deinem ganz persönlichen Nintendo Spiel. Deine alleinige Aufgabe ist es, alles wieder einzusammeln, was dir gestohlen wurde. Alles zu reparieren, was der Herzensbrecher zerstört hat und den Schlüssel zu finden, um das wiedergewonnene Glück zu verschließen. Aber das kostet so unglaublich viel Kraft und Leben, dass man irgendwann nicht mehr kann und stehen bleibt. Weil die aufgeschürften Knien und Hände bluten und schmerzen und der Schlüssel und das verlorene Glück nirgends zu finden sind. Und dann kommt das Game-over.